Nun wohne ich ja schon eine Zeit lang nicht mehr im schönen Selb. Lese auch die Frankenpost nicht regelmäßig. Aber alle paar Wochen verschlägt es mich doch wieder in die Heimat. Und in letzter Zeit hörte ich viel über die geplante Reaktivierung der Bahnline Selb – Asch. Goile Idee was? Endlich brauch ich kein Auto mehr um tanken, einkaufen und .. ähm, ja, was man(N) eben noch so in Tschechien macht, zu fahren. Ähm. Was? Was möchte ich denn mit dem Zug in Asch? Spielkasino?

Die Zugverbindungen von Deutschland nach Tschechien sind ja wirklich nicht gerade toll ausgebaut. Aber ob so eine Bummelbahn was bringt?
Wie erwähnt, ich wohne nicht mehr in Selb. Daher bin ich nicht auf dem Laufenden was Zahlen angeht. Wie viel das Projekt kosten soll, wie viele Einnahmen man sich erhofft, wer die Strecke betreiben soll, und so weiter, und so weiter.Ich möchte hier auch gar nicht nachdenken über Pro und Contra der Bahnlinie Selb – Asch. Ich möchte mir nur ein paar Gedanken machen zum Plakat das ich heute kurz vor meiner Abreise fast überfahren hätte vor Lachschreckkrampf.


“Selber richtig rechnen!”
-> Hui, was ein Schenkelklopfer die Selber Bevölkerung mit diesem Wortspiel direkt anzusprechen.

“Die Bahn bringt Geld nach Selb!” Man beachte, schon wieder ein Ausrufezeichen (!). Ansonsten eine Aussage ohne Begründung, aber die wird ja im dritten Abschnitt, gut lesbar in Grau nachgeliefert:

“Die Bahn bringt millionenschwere Investitionen nach Selb. Davon profitieren wir alle – nicht nur finanziell.”
Siehe da, kein ! mehr, ein . muss herhalten.Ich finde der Satz hätte auch heißen können: “Die Wildbrücke an der A93 bringt millionenschwere Investitionen nach [hier Namen einfügen]. Davon profitieren wir alle – nicht nur finanziell” Also für mich heißt das, im Klartext: Solange gebaut wird haben die Baufirmen zu tun, Arbeitsplätze werden gesichert, Geld fließt in die Kassen… und hey, wenn das Teil am Ende sinnlos gebaut wurde, na und? Hat immerhin ne Zeit lang Geld gebracht. Wir musstens ja nicht zahlen? … Stimmt, wer zahlt sowas eigentlich?
Naja, immerhin ich nicht, soviel ist sicher.

“Darum: Wem Selb am Herzen liegt, stimmt für die Bahn.”
Find ich gut. Müsste ich also eigentlich auch für die Bahn stimmen. Darf ich nur leider nicht.
Außerdem: Jeder macht Schulden. Wikipedia sagt mir gerade, Bayern hatte am 31. Dezember 2009 28,9 Mrd. € Schulden. Dat sind n paaaaar Kästen Bier. Deutschland hat wohl so um die 2000 Mrd. € Schulden, behaupten die hier, aber das ja mal alles Peanuts im Vergleich mit den USA und ihren rund 14000 Mrd. $. Also, wen solls denn jucken wenn so eine Kleinstadt wie Selb ein paar Millionen mehr oder weniger hat..

 

 

 

Jetzt war der Post hier so lange als Draft da gestanden, das sogar die Abstimmung schon war! Und zwar gestern! Wie ist sie denn ausgegangen?

Am schönen Längenauer Wartberg, auf einem Schutthaufen … hier genaueres

 

Nach über einem Jahr Pause muss endlich mal wieder was passieren hier!
(Meine damit mich, meine Posts, nicht die von DaniFilth)
Selbst in den Semesterferien, welche seit einer Woche wieder vorbei sind, hatte ich nicht die Lust dazu etwas am Blog zu machen. Aber: Selb zieht einen auch runter. Dort angekommen musste ich feststellen das die Innenstadt mal wieder um ein paar Häuser ärmer geworden war. Aber auch so ein Anlass macht nicht direkt Lust darüber zu schreiben. Doch nun denke ich mir, lieber wieder regelmäßig großteils sinnfreie Blogeinträge posten, als an anderer Stelle sinnlose Artikel offline. Also los!
Für die nächste Zeit habe ich immerhin so manch Idee, versprechen kann ich jedoch nichts. Nur das ich mir mindestens einen Eintrag pro Woche vorgenommen habe. Hoffentlich wird auch was draus.

In diesem Sinne, bis bald.

Das Paul-Gerhardt-Haus hat eine eigene Heimzeitung. Die erscheint alle drei Monate mit einer Auflage von 350 Stück und soll hauptsächlich den Heimbewohnern die Langeweile nehmen. Allerdings sorgen die Mitarbeiter des Hauses, die an der Zeitung arbeiten, mit ihrem fehlenden journalistischen Geschick dafür, dass die Zeitung eher für Langweile sorgt. Dennoch gibt es natürlich den ein oder anderen Artikel, der quasi als Sternchen hinaussticht. In der Ausgabe Nr. 60 (Winter 10/11) ist dies der Artikel “20 Jahre Wende und was war vorher? -Teil1″ (Originalschreibweise, Anm.d.Red.), der – wie schon geschrieben – eine Artikelserie von Andrè Mattheuer einleitet. Die einzigartige Kombination aus seltsamen Inhalten gemischt mit seltsamer Ausdrucksweise sorgt für ein einzigartiges Gesamtbild. Aber lesen Sie selbst…

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Das Volksbegehren Nichtraucherschutz Bayern hat mit 14% genug Unterschriften erzielt, um einen Volksentscheid zu verlangen und ich mache mir Sorgen, mit Amerikanern verwechselt zu werden, weil ich meine Freiheit bedroht sehe.

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Ein Einkaufszentrum. Immerhin wird das neue schönste Gebäude von Selb schnell gebaut. Also, hingeklatscht.